Bei Reisen durch China ist es leicht, ein Phänomen zu entdecken, das wirklich automatisiert und systematisch funktioniert.Wäschereiensind in China selten. Die meisten Wäschereien arbeiten noch mit Einzelmaschinen oderTunnelwaschanlage+BügelleineObwohl einige Anlagen automatisiert sind, erfordern Aufgaben wie das Umschlagen, Sortieren und Verladen nach wie vor einen hohen Arbeitsaufwand. Dies ist kein Zufall, sondern ein systematisches Problem, das durch das Branchenumfeld, die Technologie, den Markt usw. bedingt ist.
Kontrolldilemma
Wer sollte die Planung der Wäschereien leiten?
● Investoren in Wäschereien
Die Initiative für eine intelligente Transformation liegt zunächst in den Händen der Investoren von Wäschereien. Die eigentliche Voraussetzung ist jedoch, dass ihr Denkmodell das erste Hindernis für diese Transformation darstellt.
Die meisten Chefs von Wäschereien waren zuvor Vertriebsmitarbeiter oder Manager. Ihr Erfolg basiert auf Betriebsmodell und Kostenstruktur. Daher greifen sie eher auf lokale Modernisierungen als auf eine Systemumstellung zurück.
Ein einfaches Beispiel:
Viele Leiter von Wäschereien erkennen, dass die Hinzufügung einer Förderanlage einen Mitarbeiter einsparen kann. Doch nur wenige betrachten das System als Ganzes. Von der Annahme der Schmutzwäsche über die automatische Sortierung, das Waschen, Trocknen, Bügeln, Falten und Einlagern bis hin zur Auslieferung ist der gesamte Prozess mit einem automatisierten Logistiksystem verbunden und wird digital gesteuert.
Zudem sind viele Investitionsentscheidungen nach wie vor kostenorientiert statt effizienzorientiert. Investoren achten vor allem auf die Verfügbarkeit von Ausrüstung und kurzfristige Kosteneinsparungen. Die langfristige Effizienz des Systems und die gesamten Betriebskosten spielen eine untergeordnete Rolle. Daher investieren sie eher in sichtbare Ausrüstung und vernachlässigen die unsichtbare Prozessplanung, die Systemsoftware und das Gesamtdesign.
● Lieferant von Wäschereimaschinen
Andererseits hat der Ausrüstungslieferant weiterhin mit offensichtlichen Problemen zu kämpfen. Viele Hersteller von Wäschereimaschinen in China verharren derzeit noch im traditionellen Vertriebsmodell.
Mit der Weiterentwicklung der Branche begannen immer mehr Wäschereileiter, intelligente Wäschereianlagen zu fordern. Viele konnten ihre genauen Anforderungen jedoch nicht präzise formulieren. Auch der Vertrieb hatte sich noch nicht vom reinen Geräteverkauf hin zur Entwicklung von Programmen gewandelt. Nach Rücksprache mit den Wäschereileitern beschränkten sich die Anforderungen der Vertriebsmitarbeiter weiterhin auf die reine Geräteausstattung: zwei Tunnelwaschmaschinen und vier Bügellinien.
Unter diesen Bedingungen ist es trotz fortschrittlicher Ausrüstung schwierig, eine wirklich intelligente Wäschereianlage zu bauen.
Wie Geschäftsführer Lu von Kingstar Automation erklärte, sind viele Ausrüster daran gewöhnt, lediglich die Kundenbedürfnisse zu erfüllen. Diese passive Vorgehensweise ermöglicht zwar den Vertragsabschluss, trägt aber kaum zur Weiterentwicklung der Branche bei. Ausrüster mit echter Planungskompetenz sollten die Rolle des Gesamtplaners übernehmen. Sie sollten aktiv Prozesse optimieren, Systeme für ihre Kunden modernisieren und mit einem fortschrittlicheren Gesamtplan überzeugen.
Unzureichende Planungs- und Systemintegrationsfähigkeit der Gerätehersteller
In einer wirklich intelligenten Wäscherei ist die Hardware zwar wichtig, trägt aber nur zu einem geringen Teil zum Erfolg bei. Im Allgemeinen beträgt der Anteil der Ausrüstung etwa 60 %, während die Gesamtplanung und systematische Planung etwa 40 % ausmachen. Viele Gerätehersteller weisen im letztgenannten Bereich deutliche Schwächen auf.
● Struktur der Kernkompetenzen
Die Stärken vieler Hersteller von Wäschereimaschinen liegen in der Maschinenbaubranche. Sie können Tunnelwaschmaschinen, Trockner oder Bügelanlagen mit hoher Leistungsfähigkeit produzieren. In den Bereichen Industrieplanung, Logistikplanung und Softwareintegration ist ihre Kompetenz jedoch vergleichsweise gering.
Dies führt zu dem Problem, dass zwar einzelne Geräte fortschrittlich sind, das Gesamtsystem aber keinen hocheffizienten, automatisierten Prozess bilden kann. Alle Geräte agieren wie isolierte Einheiten, denen einheitliche Logistik- und Informationssysteme als Verbindungen fehlen.
● Unzureichende Entwicklung der Hilfsausrüstung
Echte intelligente Wäschereimaschinen basieren nicht nur auf einigen wenigen Kernkomponenten, sondern benötigen auch eine Vielzahl von Hilfssystemen zur Unterstützung.
Automatisches Wiegesystem
Intelligente Sortieranlagen
Logistik-Fördersystem
Multifunktionale Förderlinie
AGV-Handhabungsroboter
Automatisches Verpackungssystem
Datenerfassungs- und Steuerungssystem
Obwohl diese Anlagenteile nicht riesig sind, stellen sie wichtige Verbindungsglieder im gesamten Prozess dar. Aktuell stößt die Automatisierung an einigen wichtigen Stellen an ihre Grenzen, sodass letztendlich menschliche Arbeitskraft benötigt wird. Daher kann das Gesamtsystem keine wirklich kontinuierliche Automatisierung erreichen.
Veröffentlichungsdatum: 20. März 2026

